Rückblick Ostern 2022

Rückblick Osternacht 2022

Aus der Gemeinde für die Gemeinde

Dass der Frühgottesdienst am Ostersonntag in der evangelischen Kirche ohne „Hauptamtliche“ gefeiert werden sollte, hatte sich herumgesprochen. Keine ordinierte Pfarrperson also, im Übrigen auch weder Organist noch Küster. Wer denn dann? „Ehrenamtliche“. Wer auch immer das sein mochten.

Nun, wir waren fünf Frauen. Ausgestattet mit Vorlagen unserer Pfarrerin Mirjam Ambrozic und der Überzeugung, dass dieser Gottesdienst nicht ausfallen dürfe. Ausgestattet zudem mit der Hoffnung, dass die Gemeinde mitziehen würde.

Unsere Sicht war: Wir sind Teil dieser Gemeinde, nicht mehr und nicht weniger. Wir sprechen aus der Gemeinde für die Gemeinde. Dass der Altar mitten im Kirchenschiff stand, fühlte sich richtig an. Es gab kein Vorne und kein Hinten, kein Oben und kein Unten. Es gab nur das Miteinander. Gemeinde eben. Würde sie kommen?

Sie kam. Wir waren fast vierzig – eine Zahl, mit der wir nicht zu rechnen gewagt hatten. Zudem über 20% Schüler und Studenten, was die Vermutung klar widerlegt, Frühgottesdienste speisten sich aus seniler Bettflucht. Dann das i-Tüpfelchen: katholische Mitchristen. Das ist Ökumene. Das ist Hochheim.


Erst die Teilnehmenden geben einem Gottesdienst seinen Sinn. In diesem Falle ganz besonders. Herzlichen Dank an alle, die den Wecker gestellt und mitgefeiert haben!   

Die Vorbereitungen für diesen Ostermorgen waren nicht nur organisatorischer Natur gewesen (Osterzopf von Bäcker Preis, vorbestellte Ostereier vom Wochenmarkt, Osterkerzchen für alle Teilnehmenden…), sondern bis zuletzt auch ernsthafte inhaltliche Arbeit.

Dabei hatten sich immer wieder auch  schöne / lustige / spannende Momente ergeben. Ein ganzer Karton vermeintlicher Ostereier beispielsweise, die sich wenige Minuten vor dem Gottesdienst als ungekocht erwiesen. Oder der Prozess des verbalen Mini-Bildersturmes. Er lief etwa so ab: „Versteht ihr dieses Textfragment?“ – Konzentriertes Lesen und Denken rundum, dann: „Nein. Du?“ – „Nein. Sehr mittelalterlich. Vielleicht ist die Gemeinde schlauer als wir?“ – „Sooo viel schlauer? Wir lesen das jetzt zum wiederholten Mal...“ – „Hm. Weglassen?“ – „Oder ersetzen?“ – „Wodurch ersetzen?“ – „Weglassen.“

An dieser Stelle also eine doppelte Entschuldigung: einerseits an alle Gemeindeglieder, die einen Text vermisst haben sollten, und andererseits an Mirjam Ambrozic     für zwei Texte, die leider, leider durch das Ehrenamts-Raster gefallen sind.

Was allerdings nie durch ein Raster fallen wird: Der Herr ist auferstanden!


Osterfrühstück mal anders

Im Anschluss fand im Hof ein kleines Osterfrühstück mit Zopf, Eiern und Kaffee/Tee statt. Alle waren dabei - Intensive Gespräche haben stattgefunden. Und alle waren sich einig - eine gelungene Veranstaltung.

Rückblick Ökumenisches Friedensgebet am 9. April 2022

mit der Bitte um eine Spende für die Gemeinde St. Trinitatis in Stettin (Polen)

Tägliche Bilder von maßloser Zerstörung, Flucht, Verzweiflung und die eigene Machtlosigkeit lassen uns nicht los. Die Hilfsbereitschaft ist groß, ebenso aber auch die Verunsicherung, welche Hilfe tatsächlich gebraucht wird.

In unserer befreundeten Gemeinde St. Trinitatis in Stettin (Polen) sind aus der Ukraine geflohene Menschen untergekommen. Die kleine evangelische Diasporagemeinde hat im eigenen Gemeindezentrum Wohnmöglichkeiten geschaffen und die Ehrenamtlichen kümmern sich rührend um die Geflüchteten. Die finanziellen Mittel der Stettiner Gemeinde sind limitiert und zudem ist das eigene Kirchengebäude stark renovierungsbedürftig. Die dortige Gemeinde ist auf finanzielle Unterstützung in der Flüchtlingskrise dringend angewiesen. Eine Spende für die Gemeinde St. Trinitatis in Stettin kommt dort an, wo direkte Hilfe geleistet werden kann.

Spenden hierfür können auch über das Konto der evangelischen Kirche Hochheim
bei der Taunus-Sparkasse IBAN DE 12 5125 0000 0006 0953 05 gegen eine Spendenquittung eingezahlt werden.

Die Gemeinde in Stettin schreiben:
"Seit Ausbruch des Krieges engagiert sich unsere Gemeinde aktiv für Flüchtlinge aus der Ukraine. Am 25. Februar haben wir beschlossen, zwei Wohnungen für Kriegsflüchtlingsfamilien zur Verfügung zu stellen. Es waren Familien von Arbeitern aus der Ukraine, die bereits vor Ausbruch des Krieges in Stettin gearbeitet hatten, und am 24. Februar trafen sie die Entscheidung und Aktion, ihre Familien hierher zu bringen. Dank der Zusammenarbeit mit dem Eigentümer des Unternehmens, das Männer beschäftigt, sind alle sicher und versorgt.

Außerdem adaptierte die Gemeinde zwei Pfarrzimmer mit Bad und schuf im Flur eine Teeküche zu einer separaten Wohnung. Die gesamte Renovierung, Reinigung und Ausstattung wurde von Gemeindemitgliedern durchgeführt. Die Wohnung wurde zwei Müttern mit Kindern aus der Ukraine zur Verfügung gestellt. Dank des enormen Engagements der Gemeindemitglieder, die sich in der pfarrinternen Massenwerksgruppe „Elternreligion“ zusammengeschlossen haben, war es unter der Woche möglich: eine Waschmaschine zu kaufen und anzuschließen, ein Waschbecken zu reparieren, eine Mikrowelle zu organisieren, einen Wäschetrockner, u Fön, HDMI-Kabel, Hilfe bei der Vergabe einer PESEL-Nummer, Spielzeug, Kleidung und Einkäufe spenden. Es gibt auch einen Spender, der bereit ist, die Nebenkosten in drei Monaten zu bezahlen. Einer der Gemeindemitglieder organisierte einen Platz für Kinder in einer Schule in Śródmieście, ein anderer suchte eine Stelle für Frauen, ein anderer verschenkte einen Laptop, damit die Kinder lernen konnten, jemand anderes konfigurierte ihn. Es ist unmöglich, alles aufzulisten.

Viele Gemeindemitglieder haben sich auch entschieden, ihre Wohnungen individuell für Bedürftige zur Verfügung zu stellen.

Außerdem sammeln wir Geld, um der Ukraine zu helfen. Wir arbeiten mit dem Bund der Ukrainer in Polen zusammen, wo ein Mitglied unseres Gemeinderates seit vielen Jahren aktiv ist, und mit der orthodoxen Gemeinde in Stettin, die sich sehr für Kriegsflüchtlinge einsetzt.

Unser Gemeindebus war zweimal an der Grenze zur Ukraine: in Przemyśl und Lublin, von wo aus er Menschen abholte und in Form von Sachspenden versagte. Wir danken den Fahrern, die sich dafür entschieden haben.

Wir sind allen Helfern sehr dankbar.

We try to focus on these 4 persons. We can't change the world, but we can give some blessing to this four persons. Thank You for any Your help:

Parafia Ewangelicko-Augsburska Świętej Trójcy w Szczecinie
ul. Energetyków 8, 70-656 Szczecin

KOD SWIFT: BPKO PL PW
(PL) 40 1020 4795 0000 9602 0004 1970

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Rückblick Zukunftsplan: Hoffnung

Weltgebetstag der Frauen 2022 aus England, Wales und Nordirland

Weltweit blicken Menschen mit Verunsicherung und Angst in die Zukunft. Die Corona-Pandemie verschärfte Armut und Ungleichheit. Zugleich erschütterte sie das Gefühl vermeintlicher Sicherheit in den reichen Industriestaaten. Als Christ:innen jedoch glauben wir an die Rettung dieser Welt, nicht an ihren Untergang! Der Bibeltext Jeremia 29,14 des Weltgebetstags 2022 ist ganz klar: „Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden…“

Am Freitag, den 4. März 2022, feierten Menschen in über 150 Ländern der Erde den Weltgebetstag der Frauen aus England, Wales und Nordirland. Unter dem Motto „Zukunftsplan: Hoffnung“ luden sie ein, den Spuren der Hoffnung nachzugehen. Sie erzählen uns von ihrem stolzen Land mit seiner bewegten Geschichte und der multiethnischen, -kulturellen und -religiösen Gesellschaft. Aber mit den drei Schicksalen von Lina, Nathalie und Emily kamen auch Themen wie Armut, Einsamkeit und Missbrauch zur Sprache.  

Eine Gruppe von 31 Frauen aus 18 unterschiedlichen christliche Konfessionen und Kirchen hat gemeinsam die Gebete, Gedanken und Lieder zum Weltgebetstag 2022 ausgewählt. Sie sind zwischen Anfang 20 und über 80 Jahre alt und stammen aus England, Wales und Nordirland. Zu den schottischen und irischen Weltgebetstagsfrauen besteht eine enge freundschaftliche Beziehung.

Bei allen Gemeinsamkeiten hat jedes der drei Länder des Vereinigten Königreichs seinen ganz eigenen Charakter: England ist mit 130.000 km² der größte und am dichtesten besiedelte Teil des Königreichs – mit über 55 Millionen Menschen leben dort etwa 85% der Gesamtbevölkerung. Seine Hauptstadt London ist wirtschaftliches Zentrum sowie internationale Szene-Metropole für Mode und Musik. Die Waliser*innen sind stolze Menschen, die sich ihre keltische Sprache und Identität bewahrt haben. Von der Schließung der Kohleminen in den 1980er Jahren hat sich Wales wirtschaftlich bisher nicht erholt. Grüne Wiesen, unberührte Moorlandschaften, steile Klippen und einsame Buchten sind typisch für Nordirland. Jahrzehntelange gewaltsame Konflikte zwischen den protestantischen Unionisten und den katholischen Republikanern haben bis heute tiefe Wunden hinterlassen.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen für den Weltgebetstag. Seit über 100 Jahren macht die Bewegung sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Rund um den 4. März 2022 werden allein in Deutschland hundertausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder die Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag besuchen.

Gemeinsam wollen wir Samen der Hoffnung aussäen in unserem Leben, in unseren Gemeinschaften, in unserem Land und in dieser Welt.

Seien Sie mit dabei und werden Sie Teil der weltweiten Gebetskette!

2.879 Z.m.L.z.
Lisa Schürmann, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Rückblick Gottesdienst am 27. Februar 2022 zum Nachhören

Gereimte Predigt, lustiges Scherzen, das fühlt sich falsch an in meinem Herzen. Im Osten wüten seit Donnerstag ...

Abenteuerwoche August 2021 in Köfels

Klettern, Bergwandern und Baden in eiskalten Bergseen

Diesen Sommer konnte die Abenteuerfreizeit wieder in die Alpen stattfinden: Klettern, Bergwandern und Baden in eiskalten Bergseen.
In einem abgelegenen Selbstversorgerhaus am Rande einer kleinen Ortschaft, konnte die Gruppe ihr Basislager beziehen und täglich neue Abenteuer erleben.

13 Jugendliche, zwei ehrenamtliche Betreuer und eine Erlebnispädagogin verbrachten 8 Tage in Köfels im Ötztal und stellten sich unterschiedlichsten Alpinen Herausforderungen. Vertraute Wege haben ihren Reiz, sich dort zu bewegen, wo wir uns auskennen, gibt Halt und Orientierung. Doch es gibt auch die Sehnsucht nach dem Unbekannten, nach Gespannt sein auf Veränderung und neue Erfahrung. Und genau darum ging es während der Abenteuerwoche in Köfels:  Neues Erleben, den Kitzel des Unbekannten spüren, gemeinsam Gefahren zu bewältigen und lernen echte Eigenverantwortung zu entwickeln und auszuhalten. Dabei kann eine große Herausforderung auch sein, für 16 hungrige Menschen ein leckeres Abendessen zuzubereiten.

Neben tagesfüllenden Bergwanderungen auf großartige Aussichtsgipfel standen Klettersteige auf dem Programm und ein Tag war komplett dem Felsklettern gewidmet.

Die Abschlusstour am letzten Tag war dann noch ein besonderes Highlight.  Nach einem langen und anstrengenden Aufstieg war das Ziel ein eiskalter Bergsee, in den alle Jugendliche unter lautes Geschrei baden gegangen sind.

Am Ende sind sich alle einig, die Tage gingen viel zu schnell vorbei und durch die tolle Gemeinschaft wurden die einzelnen Erlebnisse noch größer, tiefer und reicher.

Die Abenteuerwoche ist eine Kooperation zwischen evangelischer und städtischer Jugendarbeit, die von der Erlebnispädagogin Inge Seemann verantwortet wird. Dominik Treier und Jonas Richter, die jahrelange Erfahrung in den Bergen haben waren als ehrenamtliche Betreuer dabei und haben es somit ermöglicht, das abwechslungsreiche Programm zu gestalten und anspruchsvolle Bergtouren zu unternehmen. Die Fahrt wird auch im nächsten Sommer wieder angeboten. Der voraussichtliche Termin hierfür ist die 5. Ferienwoche der Hessischen Schulferien.

Im Schutz der Dunkelheit

Rückblick

…fand die diesjährige Sommerfreizeit der evangelischen und städtischen Jugendarbeit statt.

Fünf Tage lang wurden wilde Höhlen erkundet und dort eine ganz neue und fremde Welt entdeckt.

Ausgestattet mit hellen Kopflampen und Kleidung, die richtig schmutzig werden darf, ist eine Höhlentour ein ganz besonderes Erlebnis: Zahlreichen Versinterungen, kleine Seen und mächtige Stalagmiten gibt es dort zu bestaunen.

Vor allem gibt es aber auch ganz neue Seiten an sich selbst zu entdecken. Was traue ich mir zu? Wie groß muss ein Schlupfloch sein, damit ich es wage, mich durch zu drücken? Und wie glatt und steil darf für mich die Kletterei in der Höhle werden? Dorthin zugehen, wo es dunkel, dreckig und eng ist, ist eine besondere Herausforderung und ein gleichermaßen großes Glück, wenn man sich traut.

Neben den Höhlenabenteuern gab es auch noch genügend Zeit, um an einem wunderschönen Badesee mit großer Liegewiese den Tag ausklingen zu lassen oder die zahlreche Kletterfelsen der Umgebung aufzusuchen.

Dank der höhlenbegeisterten Teamer:innen um die Gemeindepädagogin Inge Seemann konnte das Programm so bunt und erlebnisreich durchgeführt werden.

Rückblick: Konfirmanden klettern

Ein Projekt kurz vor dem erneuten Lockdown

Am 29.Oktober kletterten die Konfirmanden und Konfirmandinnen an der Kletterwand der Mülldeponie in Wicker.

Ein Projekt, das Inge Seemann, Pauline Proske, Alexander Ditinger und Pfarrerin Mirjam Ambrozic noch kurz vor dem Lockdown erleben wollten. In zwei Kleingruppen ging es an die Wand und trotz Regen hatten alle einen riesen Spaß, besonders als es dunkel wurde und die Flutlichtanlage anging!