Abenteuerwoche 2018 in Gries

12 Jugendliche, zwei  ehrenamtliche Betreuer und eine Erlebnispädagogin verbrachten 9 Tage in Gries im Ötztal, um Abenteuer zu erleben und sich den Herausforderungen in den Alpen zu stellen.  Vertraute Wege haben ihren Reiz, sich dort zu bewegen, wo wir uns auskennen, gibt Halt und Orientierung. Doch es gibt auch die Sehnsucht nach dem Unbekannten, nach Gespannt sein auf Veränderung und neue Erfahrung. Und genau darum ging es während der Abenteuerwoche in Gries.  Neues Erleben, den Kitzel den Unbekannten spüren, gemeinsam Gefahren zu bewältigen und lernen echte Eigenverantwortung zu entwickeln und zu leben.

Absoluter Höhepunkt der Woche war die Hüttentour über das 2860 m hohe Zwieselbachjoch in das benachbarte Tal zur Schweinfurter Hütte. Die Tour startete am sehr frühen Morgen direkt vor der Haustür und ging zuerst in ein Hochtal mit einem Bergsee, bevor es sehr steil über Geröll- und Altschneefelder zum Joch ging. Ein Übergang oder auch ein Pass  in den Bergen ist immer ein besonders Erlebnis: Der Blick öffnet sich und wird weit, die Perspektive wechselt und die Landschaft und die Temperatur  verändern sich und häufig auch das Wetter. Oben angekommen, ist es Zeit für eine ausgiebigen Pause, in der Brote, Käselaibe, Würste und Schokolade aus den Rucksäcken geholt werden. Gestärkt geht es danach weiter, die einen im angeregten Gespräch, die anderen den eigenen Gedanken nachgehend, aber alle in der Geborgenheit der Gruppe und mit dem sicheren Wissen, dass man sich gegenseitig hilft und Unterstützt, um das Ziel zu erreichen.

Sich gemeinsam ein Ziel setzten und sich auf den Weg machen, wissentlich, dass man von der Gruppe getragen und nicht in Stich gelassen wird, andere nach Kräften unterstützten und seinen Teil dazu beitragen, dass alles gelingt, ist wohl der  Grund die Strapazen auf sich zu nehmen.  Steinige Passagen und wegloses Gelände werden gemeinsam bewältigt und gegenseitige Rücksicht und Hilfestellungen sind bei allen selbstverständlich.

Ein weiterer Tag steht noch einmal ganz im Sinne des Felserlebnisses: Mit Gurten und Seilen bepackt, geht es zum nahegelegenen Kletterfels. Nach einer Einführung in das Sichern und die Knotentechnik, werden die ersten Seile eingehängt und es kann losgehen. Fast wird der Fels gestreichelt, bis der richtige Griff gefunden ist und ein beherzter Zug einen höher bringt. Das Gefühl von seinem Kletterpartner gut gesichert zu sein, gibt Mut und Sicherheit. Das Vertrauen in den Fels und den Partner  lässt auch schwierige Stellen zu einer Genusskletterei werden und schnell stellt sich später am Abend die Frage, wer gibt mir im Alltag den äußeren und inneren Halt, um anstehende Aufgaben zu bewältigen.

Bei  besten Verhältnissen ging die Abschlusstour am letzten Tag gleich auf zwei Gipfel: Das Köpfle und die Geige, von denen man einen herrlichen Blick auf die Ötztaler Alpen hatte und sich schon mal ein paar Ziele für die kommenden Jahre aussuchen konnte.

Am Ende sind sich alle einig, die Tage gingen viel zu schnell vorbei  und durch die tolle Gemeinschaft wurden die einzelnen Erlebnisse noch größer, tiefer und reicher.

Die Abenteuerwoche ist eine Kooperation zwischen evangelischer und städtischer Jugendarbeit, die  von Inge Seemann verantwortet wird. Lars Eric Hientzsch und Cornelius Munck waren als ehrenamtliche Betreuer dabei und haben es somit ermöglicht, das abwechslungsreiche Programm zu gestalten und anspruchsvolle Bergtouren zu unternehmen. Der ehrenamtliche Mitarbeiter Dominik Treier hat das Team während der Planungsphase unterstützt und beraten. Die Fahrt wird auch im nächsten Sommer wieder angeboten. Der voraussichtliche Termin hierfür ist der 27. Juli bis 4. August 2019 sein.

Jugendarbeit - Ferienangebot

Drüber und Drunter

…ging es in der Höhlenwoche in der Hersbrucker Schweiz zu.  14 Jugendliche mit ihren Betreuer*innen haben fünf Tage lang wilde Höhlen in einem der größten Karstgebiete Deutschlands erforscht.  Ausgestattet mit hellen Kopflampen und Kleidung, die man richtig verschmutzen darf, ist eine Höhlentour ein ganz besonderes Erlebnis, bei dem es viel zu entdecken gibt. Neben den zahlreichen Versinterungen im Erdinneren, gilt es vor allem auch neue Seiten an sich selbst zu entdecken. Was traue ich mir zu? Wie groß muss ein Schlupfloch sein, damit ich es wage, mich durch zu drücken? Und wie glatt und steil darf für mich die Kletterei in der Höhle werden?

Dorthin zu gehen, wo es dunkel, dreckig und eng ist, ist eine besondere Herausforderung und ein gleichermaßen großes Glück, wenn man es sich traut.  An einem Abend zog die Gruppe dann sogar  mit Isomatten, Schlafsäcken und Gaskochern bepackt in den Wald, um die Nacht in einer Höhle zu biwakieren. Und im Schutz der Höhle und eng aneinander gekuschelt, schlief es sich dann hier so gut, dass es  fast Mittag war, bis alle aus ihren Schlafsäcke wieder rausgekrochen kamen.

Die übrigen Nächte war die Gruppe in einem gemütlichen Naturfreundehaus in Pommelsbrunn untergebracht, das als Ausgangspunkt zahlreicher Aktivitäten diente. Nur wenige Minuten entfernt lag ein wunderschöner Badesee mit großer Liegewiese, den alle Jugendlichen und ihre Betreuer nutzen um sich nach den Ausflügen abzukühlen.  Neben den Höhlenerkundungen und dem Baden stand auch noch ein Klettersteig auf dem Programm.

Die Freizeit war ein Angebot der evangelischen Kirchengemeinde Hochheim von Mirjam Ambrozic und Inge Seemann und konnte dank der ehrenamtlichen Mitarbeit von Louisa Munck und Richard Gertig und Pauline Proske  umgesetzt werden.

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