Ins Innere der Erde ...

Höhlenfreizeit im Frankenjura vom 30 .Juni bis 5. Juli

… krabbelten die jungen Höhlenforscher und erkundeten dort eine ganz neue und fremde Welt für sie. Ausgestattet mit hellen Kopflampen und Kleidung, die richtig schmutzig werden darf, ist eine Höhlentour ein ganz besonderes Erlebnis, bei dem es viel zu entdecken gibt: Zahlreichen Versinterungen, kleine Seen und mächtige Stalagmiten gibt es dort zu bestaunen.

Vor allem gibt es aber auch ganz neue Seiten an sich selbst zu entdecken. Was traue ich mir zu? Wie groß muss ein Schlupfloch sein, damit ich es wage, mich durch zu drücken? Und wie glatt und steil darf für mich die Kletterei in der Höhle werden? Dorthin zugehen, wo es dunkel, dreckig und eng ist, ist eine besondere Herausforderung und ein gleichermaßen großes Glück, wenn man sich traut.

 12 Jugendliche mit ihren Betreuer*innen haben fünf Tage lang wilde Höhlen im Frankenjura, eines  der größten Karstgebiete Deutschlands, erforscht. An einem Abend zog die Gruppe dann sogar  mit Isomatten, Schlafsäcken und Gaskochern bepackt in den Wald, um die Nacht in einer Höhle zu biwakieren. Im Schutz der Höhle und eng aneinander gekuschelt, schlief es sich hier so gut, dass es  fast Mittag war, bis alle aus ihren Schlafsäcke wieder rausgekrochen kamen.

Die übrigen Nächte war die Gruppe in einem gemütlichen Selbstversorgerhaus in Pommelsbrunn untergebracht, das als Ausgangspunkt zahlreicher weiter Aktivitäten diente. Nur wenige Minuten entfernt lag ein wunderschöner Badesee mit großer Liegewiese, und zahlreche Felsen der Umgebung luden dazu ein, sich im Klettern zu üben. 

Die Freizeit war ein Angebot der evangelischen und städtischen Jugendarbeit Hochheim und wurde von Inge Seemann verantwortet. Dank der ehrenamtlichen Mitarbeit von Louisa Munck, Richard Gertig, Pauline Proske und Alex Denich  war die Fahrt für alle ein großes Erlebnis.

Steinböcke und Gletscherseen

Abenteuerfahrt in den Alpen vom 26. Juli bis 3. August

Abgelegen von jeglicher Zivilisation in einem gemütlichen Selbstversorgerhaus in den Bergen gibt es viel zu sehen und zu erleben.

12 Jugendliche, drei  ehrenamtliche Betreuer und eine Erlebnispädagogin verbrachten 9 Tage in den Alpen im Kaunertal . Jeden Tag ging es aufs Neue darum, sein eigenes Potential zu entdecken, neues zu wagen, Grenzen auszutesten und zu spüren, was man alles kann. Und dies immer getragen von der gesamten Gruppe, die einen ermutigt und stützt. Der erste Tag stand ganz im Sinne des Felserlebnisses: Ausgestattet mit Seilen, Karabinern und Helmen ging es los, um den festen Griff im Kalk zu suchen oder auch die Verantwortung zu übernehmen einen Freund zu sichern. Nach einer Einführung in das Sichern und die Knotentechnik, werden die ersten Seile eingehängt und es konnte losgehen. Fast wird der Fels gestreichelt, bis der richtige Griff gefunden ist und ein beherzter Zug einen höher bringt. Das Gefühl von seinem Kletterpartner gut gesichert zu sein, gibt Mut und Sicherheit. Klettern verbindet und am Abend waren sich alle einig, dass sie vielleicht nicht immer den perfekten Tritt gefunden hatten, aber dafür das Leben und das Glück zu fassen gekriegt haben.

Ein weiterer Höhepunkt der Abenteuerwoche war die Hüttentour ins benachbarte Verpeiltal, um den 2778m hohen Madatschkopf zu besteigen. Gleichgewicht und Kondition waren hier gleichermaßen wichtig. Es galt Bäche zu überquert und steinige Passagen auszubalancieren. Gegen Mittag hatte es dann die gesamte Gruppe geschafft und  bei einer traumhaften Sicht bis nach Südtirol und auf die endlosen Gletscher  konnte das Mittagessen genossen werden: Aus einem Rucksack kam ein großer Laib Brot,  aus einem anderen ein Laib Käse hervor und mit viel Appetit wurde alles geschnitten und aufgeteilt.

Nach einer erholsamen Nacht im Schlaflager auf der Hütte ging es am nächsten Morgen los, um die Steinböcke zu finden, von der die Hüttenwirtin am Abend zuvor berichtet hatte. Und obwohl sich die Gruppe keine allzu großen Erfolgschancen ausrechnete, wurde sie  nach ca. 2 Stunden von einer großen Herde Steinböcke auf dem Weg überrascht. Es waren wohl mindestens 30 Tiere, die uns gegenüberstanden und fast zum Greifen nahe waren.  Der letzte Abschnitt über Geröll und Schrofen bis zum Gletschersee lief sich mit diesen Bildern im Kopf dann fast von alleine. Zu Baden traute sich allerdings nur eine tapfere junge Bergwanderin. Der Rest holte sich lieber Mütze und Handschuhe aus dem Rucksack, um nicht zu erfrieren. Gegenseitige Hilfe und Rücksicht aufeinander waren während der gesamten Tour eine Selbstverständlichkeit, genauso wie die zwingende Disziplin und Achtsamkeit. Die erfahrenen Jugendlichen halfen den Neulingen und gaben ihnen Vertrauen und Sicherheit in einem Gelände, das für viele Menschen sehr gewaltig, wenn nicht sogar bedrohlich, wirken kann.

Bei der Abschlusstour wurde allen Teilnehmern noch einmal einiges an Mut und Kondition abverlangt. Die letzte Wanderung führte die Gruppe über einen aussichtsreichen Steig zu einem alten Stollen. Mit Helmen und Stirnlampen ausgerüstet ging es 1 km lang durch einen stockdunklen Stollen. Mittendrin hieß es dann „Licht aus“ und die Helmlampen wurden ausgeschaltet. Jeder hatte nur noch seinen Vordermann und die feuchte Wand zur Orientierung. Langsam und Achtsam konnte nur noch ein Schritt vor den anderen gesetzt werden und jeder war froh darüber einen Helm zu tragen und eine Schulter vor sich zu spüren.

Die Abenteuerwoche ist eine Kooperation zwischen evangelischer und städtischer Jugendarbeit, die  von Inge Seemann verantwortet wird. Cornelius Munck, Dominik Treier und  Lars Eric Hientzsch waren als ehrenamtliche Betreuer dabei und haben es somit ermöglicht, das abwechslungsreiche Programm zu gestalten und anspruchsvolle Bergtouren zu unternehmen. Die Fahrt wird auch im nächsten Sommer wieder angeboten. Der voraussichtliche Termin hierfür ist der 01. – 09. August sein 2020 sein.

Jugendarbeit der Ev. Kirche

gemeinsam mit der Stadt Hochheim