Detaillierte Informationen zur aktuellen Situation

Angesichts der Handlungsempfehlungen der Bundesregierung, der Stadt Wiesbaden und der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau wurde aufgrund der Infektionsgefahr mit dem Coronavirus das gesamte kirchliche Leben stark eingeschränkt.
In der Evangelischen Kirche Hochheim, wie im gesamten Dekanat Wiesbaden, sind alle Gottesdienste bis mindestens zum 30. April abgesagt worden. Dennoch ist die Evangelische Kirche Hochheim für stille Gebete und Einkehr täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Auch läuten noch die Glocken. Alle Gruppen und Kreise der Gemeinde finden nicht statt. Geburtstagsgrüße werden postalisch überbracht.
Das Gemeindebüro ist für Publikumsverkehr geschlossen, jedoch dennoch telefonisch erreichbar. Wichtige Anliegen können auch in den Briefkasten eingeworfen werden und werden umgehend von der Sekretärin bearbeitet.
Der Konfirmandenunterricht beider Gruppen (dienstags und donnerstags) wird bis zum Ende der Osterferien entfallen. Offen ist noch, ob und wie die Konfirmationen in der Evangelischen Kirche stattfinden werden. Die Kirchenleitung wird auch darüber noch informieren.
Auch die evangelischen Kitas in Hessen und Rheinland-Pfalz sind seit letztem Montag geschlossen. Lediglich für die Kinder von Eltern besonderer Berufsgruppen ist eine Notbetreuung eingerichtet. In der Evangelischen Kindertagesstätte ist dies nicht der Fall.
Trauerfeiern werden nur im kleinsten Rahmen und unter freiem Himmel stattfinden. Pfarrerin Christiane Monz- Gehring und Pfarrerin Mirjam Ambrozic stehen selbstverständlich für seelsorgerliche Gespräche per Telefon zur Verfügung.
Zudem teilt das Evangelische Dekanat Wiesbaden mit, dass alle öffentlichen Veranstaltungen im gesamten Gebiet abgesagt oder verschoben sind, darunter unter anderem Konzerte, der Dekanatskinderkirchentag und die Woche der Brüderlichkeit.
Bitte berücksichtigen Sie, dass die hier veröffentlichen Informationen vom Stand 17.3. sind, und sich ändern können, da die Situation von Tag zu Tag neue Entscheidungen hervorbringen kann. Wir werden Sie auf der Homepage ständig über die aktuelle Entwicklung informieren. Ein „NewsTicker Corona“ auf der EKHN- Seite (www.ekhn.de) informiert ebenfalls über die aktuelle Lage in der EKHN.

Wir wünschen Ihnen allen in diesen Tagen Umsicht, Fürsorge, Kraft und Gottes Segen.
 

  • nach Maßgabe des Landes Hessen bleiben alle Kinderbetreuungseinrichtungen bis zum Ende der Osterferien geschlossen, nähere Informationen finden Sie hier.
  • vorerst finden bis mindestens zum 30. April keine Gottesdienste in der Ev. Kirche Hochheim statt.
  • Alle Gruppen und Kreise der Gemeinde finden nicht statt
  • Der Konfirmandenunterricht (dienstags und donnerstags) wird zunächst bis Ostern aussetzen

Täglich um 18.00 Uhr innehalten!

Liebe Mitglieder dieser Kirchengemeinde,
liebe interessierte Hochheimer,

in diesen Zeiten, die wir so noch nie erlebt haben, ist ein aufmerksamer und achtsamer Umgang miteinander das oberste Gebot. Wir alle sollten den Anweisungen Folge leisten und zuhause bleiben, nur so kann die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Aus diesen Gründen finden bis auf weiteres keine Gottesdienste statt, auch an Ostern wird es keinen Gottesdienst in unserer Kirche geben, genauso wie in allen anderen Kirchen auch. Möglicherweise wird es verstärkt Fernseh- oder Hörfunkangebote geben, sobald wir das wissen, finden Sie Informationen dazu entweder im Schaukasten, auf der Homepage oder auch in der Hochheimer Zeitung unter den kirchlichen Nachrichten auf Seite 2.

Wir möchten Sie dazu einladen, täglich um 18.00 Uhr innezuhalten, den Glocken unserer Kirche zu lauschen und ein stilles Vaterunser zu sprechen, in der Gemeinschaft all derer, die unserer Einladung folgen.

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“

- In diesem Sinne: bleiben Sie gesund!

Einkaufshilfen für ältere und geschwächte Menschen

Älteren und geschwächten Menschen wird geraten, das Haus nicht mehr zu verlassen. Die Stadtverwaltung Hochheim möchte in Zusammenarbeit mit dem Beratungsbüro Älter werden für diese Risikogruppe eine Lösung finden, um die Grundversorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Nicht jeder kann auf Angehörige oder Nachbarn zurückgreifen, die in der gegenwärtigen Situation der Ausbreitung des Coronavirus Einkäufe erledigen.
Wir unterstützen diese Aktion:
wenn Sie bereit sind Einkäufe zu erledigen und unter 60 Jahren sind oder wenn Sie jemanden brauchen, der Einkäufe für Sie erledigt, wenden Sie sich bitte an das

Beratungsbüro Älter werden
Telefonsprechzeiten: Mo und Do 9 – 12 Uhr, Di 16 – 18 Uhr, 
Email: aelterwerden.hochheim @caritas-main-taunus.de.

Zur Zeit ist nicht absehbar, wie lange diese Ausnahmesituation andauern wird. Wir machen die Erfahrung, dass es bereits viel spontane Hilfe gibt, möchten jedoch Ihre Aufmerksamkeit für die Menschen in Ihrer Nachbarschaft schärfen. Neben praktischer Unterstützung könnte in manchen sehr isolierten Situationen Kontakthalten per Telefon hilfreich sein.

Gottesdienste im Livestream - Musik - Radiobeiträge - Kurze Filmsequenzen

Mutmacher - Nachdenkliches - Kirche mal anders - Kraft schöpfen - online

NEU

Gottesdienste als LiveStream oder Video

Gottesdienste als Radiobeiträge

Andachten / Ansprachen und Interviews

Einen täglichen geistlichen Impuls per E-Mail

Orgelmusik aus Hochheim finden Sie  hier.

 

Nach oben

Abendandacht

Liebe Gemeinde,
abends, wenn die Sonne untergegangen ist, kreisen bei mir die Gedanken.
Ich spüre besonders abends, wenn es noch ruhiger ist als am Tage, meine Sorge, meine Ratlosigkeit, und auch Angst. Eine vollkommen befremdliche Situation, die da in mein Leben eingebrochen ist.

Der Coronavirus macht mich hilflos und auch ohnmächtig. Nicht nur, dass ich mir Sorgen mache um meine Familie und die Menschen, die besonders gefährdet sind. Besonders aber macht mir dieses Fremdbestimmt werden durch einen „kleinen“ Virus zu schaffen, stellt für mich eine Herausforderung dar. Ich glaube, es führt uns unsere eigene Verletzlichkeit und Anfälligkeit vor Augen und letztlich unsere eigene Endlichkeit, unsere Sterblichkeit. Das sind keine angenehmen Gedanken am Abend. Doch mit tagtäglicher Medienflut kommen sie immer mal durch, solche Gedanken am Abend.
Wir wünschen uns alle ein selbstbestimmtes Leben und wir wünschen uns alle Gesundheit, um unser Leben in vollen Zügen leben zu können, mit Kraft und Energie, das ist nur zu verständlich. Doch mit der Verbreitung des Coronavirus werden uns Menschen die Grenzen aufgezeigt.
Die Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens ist es, die abends in der Dunkelheit zum Vorschein kommt.

Ein Kirchenlied aus dem Ev. Gesangbuch erzählt singend davon. Es ist das Lied EG 488 von Theodor Werner aus dem Jahr 1952 nach dem englischen „Abide with me“ von Henry Monk, 1861:

1. Bleib bei mir, Herr! Der Abend bricht herein.
Es kommt die Nacht, die Finsternis fällt ein.
Wo fänd ich Trost, wärst du mein Gott nicht hier?
Hilf dem, der hilflos ist: Herr, bleib bei mir!

2. Wie bald verebbt der Tag, das Leben weicht,
die Lust verglimmt, der Erdenruhm verbleicht;
umringt von Fall und Wandel leben wir.
Unwandelbar bist du: Herr, bleib bei mir!

3. Ich brauch zu jeder Stund dein Nahesein,
denn des Versuchers Macht brichst du allein.
Wer hilft mir sonst, wenn ich den Halt verlier?
In Licht und Dunkelheit, Herr, bleib bei mir!

Herr, bleibe bei uns, am Abend, dann nämlich, wenn die Nacht über uns kommt und das Dunkel sich über uns zusammenzieht. Vielleicht braucht es Tage, Wochen, Monate, bis der Schleier der Dunkelheit sich wieder richtig aufzieht und das Licht durchscheinen lässt. Ausharren und geduldig sein wird von uns verlangt.

Trotz aller Berichterstattungen, aller Erklärungen von Problemlagen, trotz ständig neuer Nachrichten, trotz ständig neuer Empfehlungen, ja trotz der schweren Herzens gefassten Entscheidung keine öffentlichen Gottesdienst zu feiern, Herr, bleibe bei uns. In unseren Wohnungen und Häusern, in den Geschäften und Krankenstationen, in den Pflegeheimen und auf den Straßen, überall, wo Menschen sind. Bleibe bei uns, wenn wir alleine ausharren oder auch in der Gemeinschaft mit anderen sind. Bleibe bei uns in unserer Erschütterung, in der die Normalitäten kaum noch Platz haben.

Ich wünsche uns allen an all den kommenden Abenden, was das Lied besingt. Dass wir die Nähe von Gott spüren, die Hoffnung, die er schenkt. Dass wir das neu zu unserer Bitte und zu unserer Zuversicht machen können: „Herr, du bleibst bei mir. Du bleibst bei mir im Leben. Im Leben, das so anders geworden ist, wie ich es mir niemals hätte vorstellen können. Du bleibst bei mir– auch wenn es dunkel ist, wenn die Angst über mich hereinbricht und sie mich verändert, wenn die Ohnmacht mich überfällt und mir den Schlaf raubt. Herr, du bleibst bei mir– wenn mich die Sorge um die Zukunft einholt oder das Begrenztsein mich drückt.

Herr, und so bleibst du bei mir heute an diesem Abend und an allen Abenden in alle Ewigkeit!“

Pfarrerin Mirjam Ambrozic


Martin Luthers Abendsegen

Des Abends, wenn du zu Bett gehst, kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen

Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser. Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.